Pfirsichbrötchen


Sie hatten sich beim Bäcker kennengelernt. Sie stand vor ihm und roch nach Pfirsich, umhüllt von frischem Brötchenduft, und er hätte auf der Stelle in sie reinbeißen können. Stattdessen ließ er ihr an der Kasse mit einer Handbewegung und einem „bitte“, das leise und etwas krächzend aus seinem Mund kam, den Vortritt, und sie bedankte sich mit einem strahlenden Lächeln. Er räusperte sich und suchte nach seiner Stimme. Doch da war sie auch schon aus dem Laden raus, und er schaute ihr hinterher. Die Bäckereifachverkäuferin schien ihn zu beobachten, aber sie sagte nichts.
Am nächsten Tag war er zur gleichen Zeit in der Bäckerei, doch sie tauchte nicht auf. Maria. Er hatte sie in seinen Gedanken Maria getauft, weil sie so unschuldig schön war und nach Paradies duftete. Sie tauchte nie wieder auf. Er war jeden Tag zum Bäcker gegangen, vergeblich, und nach einem Monat hatte er es aufgegeben.
Er hatte überlegt, sie im Wasser zu versenken, doch fand man sie schließlich im Wald, jetzt erinnerte er sich an den Geruch von Erde, und daß er darüber nachgedacht hatte, ob Pfirsiche an Sträuchern oder an Bäumen wuchsen.




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