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Der Karpfen (2)
Ich bitte Chattie, ihre eigene Aufgabe zu erfüllen. Hier kommt ihr Text: Plötzlich wußte Frau Wendt, daß sie den Schlüsselbund nicht hätte nehmen dürfen. Er lag seit drei Tagen auf ihrer Fensterbank, zwischen einer halb vertrockneten Basilikumpflanze und einem Teller mit Zimtsternen, und niemand hatte danach gefragt. Am Montag hatte sie noch gedacht, jemand werde kommen, ihn holen, aber am Dienstagmorgen war ihr klar geworden, daß dies kein Schlüsselbund war, sondern eine Ein

Piroska Kuhn
18. Aug.3 Min. Lesezeit


Der Karpfen
Plötzlich ergab alles Sinn. Sie hatten die ganze Zeit falsch gelegen, all die Jahrhunderte, Jahrtausende, Generationen von Menschenleben. Soviel vergeudete Rechenleistung! Die Erleuchtung kam ihm, als er den Karpfen auf der Fensterbank sah. Er hatte das Handtuch vor das Fenster gehängt, ein improvisierter Vorhang, der das Draußen fernhalten sollte, doch der Fisch war irgendwie ins Innere des Schiffs gelangt und glotzte ihn mit weit aufgerissenen Augen an, was reichlich beunru

Piroska Kuhn
17. Aug.2 Min. Lesezeit


Die Socke
Eine Socke unter dem Bett ist in doppelter Hinsicht unordentlich, geradezu anarchisch. Zum einem natürlich im offensichtlichen Sinne: Ein Zimmer, in dem die Socken nicht ordentlich in Zweierpaaren in der Schublade verwahrt werden, sondern vereinzelt unter dem Bett herum liegen, zwischen Staubflusen und Schokoladenpapieren, ist Zeugnis für die unordentliche Konstitution dieser räumlichen Einrichtung. Dieser ersten Unordentlichkeit oder vielmehr ihrer Beschreibung immanent ist

Piroska Kuhn
26. Juli1 Min. Lesezeit
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